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Börsenhöchststände ade?

Trotz der weltweiten Corona-Krise bewegen sich die Aktienbörsen auf Höchstniveau. So verzeichnen z. B. DAX, Dow Jones und S&P 500 im laufenden Jahr erneut einen Wertzuwachs im zweistelligen Prozentbereich. 

Die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung sind die expansive Politik der Notenbanken in den USA und Europa. Vor mehr als fünf Jahren senkte die EZB den Leitzins auf null. Deshalb gibt es bei den klassischen Sparprodukten heute praktisch keine Zinsen mehr. Rechnet man die Inflation und die inzwischen üblichen Negativzinsen der Banken hinzu, verlieren die Spareinlagen der Deutschen sogar jedes Jahr rund 2,5 Prozent an Wert. Bei einem Vermögen von 100.000 Euro macht dies in zehn Jahren einen Verlust im Wert eines VW Golfs aus. 

Diese Entwicklung zwingt auch streng konservative und ängstliche Anleger, zumindest einen Teil ihrer Ersparnisse in Aktien zu investieren. Tatsächlich hat sich der rückläufige Trend der letzten Jahre umgekehrt. Laut Deutschem Aktieninstitut gab es im vergangenen Jahr bereits 12,4 Millionen Aktionäre. Im Vergleich zu 2019 bedeutet dies eine Steigerung um 2,7 Millionen Menschen oder 28 Prozent. 

Die Zentralbanken halten nicht nur den Zins auf null. Sie greifen außerdem direkt in die Kapitalmärkte ein, indem sie tagtäglich Anleihen von Staaten und Unternehmen im Wert von mehreren Millionen Euro aufkaufen.  Ein Teil dieses neu geschaffenen Geldes fließt in den Aktienmarkt und treibt die Kurse weiter nach oben. 

Ein weiterer wesentlicher Grund für steigende Aktienkurse ist die Erwartung, dass sich die Wirtschaft nach den Corona-Einschränkungen erholt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit prognostiziert für dieses Jahr ein Wachstum der Weltwirtschaft von 5,7 Prozent. Damit einhergehend erwarten die Investoren steigende Unternehmensgewinne und damit steigende Kurse.

Noch ist nicht absehbar, wann die Zentralbanken ihre Politik ändern. Daher ist zumindest in der nahen Zukunft mit einer positiven Börsenentwicklung zu rechnen. Anleger sind daher gut beraten, wenn sie in die kostengünstigen, weltweit gestreuten und Faktor-basierten con.fee Modellportfolios investieren. 

Anleger, die in wenigen Jahren Liquidität benötigen, sollten ihre Aktienquote allerdings reduzieren.